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Bilanz des Elevate Festivals 2010
- Thomas Eder
- 13:13

- Mike Bonanno

- Merzbow
Am Dienstag ging in den frühen Morgenstunden das Elevate Festival 2010 zu Ende. Fünf Tage lang diskutierten internationale Gäste wie Iara Lee, Béatrice Achaleke und Mike Bonanno über einige der brisantesten Themen unserer Zeit. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Frage, wie jede(r) einzelne dazu beitragen kann, der Klima- und Wirtschaftskrise sowie den sozialen Ungleichheiten entgegenzuwirken.
Gleichzeitig präsentierte Elevate eine breite Palette elektronischer Musik, die zum Nachdenken und bewussten Zuhören anregte. Große Namen wie Robert Hood, Joy Orbison und Merzbow musizierten zielgenau am Mainstream vorbei und zeigten Mut zu Experimenten.
Die Musik ist zwar mittlerweile verklungen, doch die am Festival diskutierten Probleme hallen weiterhin nach und sollten nicht aus den Augen verloren werden. Die zahlreichen Video-Interviews mit KünstlerInnen und Diskurgästen stellen eine Möglichkeit dar, sich weiter mit den behandelten Themen zu beschäftigen.
Wer sich einen schnellen Überblick verschaffen möchte, bekommt mit den Video-Roundups eine Zusammenfassung der jeweiligen Festivaltage geboten.
Eine weitere Möglichkeit das Festival Revue passieren zu lassen, ist das halbstündige Elevate-Special, das heute um 23:35 Uhr in der „Donnerstag Nacht“ (ORF1) gesendet wird!
FM4 begleitete das fünftägige Programm mit regelmäßiger Berichterstattung und wird in dieser Woche viele weitere Musikmitschnitte ausstrahlen.
Auch on3 (Bayerischer Rundfunk) berichtete über das Elevate Festival 2010.
Berichterstattung gab es auch von Seiten Radio Helsinki - freies Radio Steiermark. Es wurden insgesamt 10 Stunden entweder Live oder Aufnahmen von Diskussionen gesendet.
Eine große Auswahl an Festival-Fotos ist hier erhältlich.
Die Organisatoren Bernhard Steirer, Daniel Erlacher und Roland Oreski bedanken sich bei allen FestivalbesucherInnen, MitarbeiterInnen, Medienpartnern, Förderern und Sponsoren, und freuen sich auf nächstes Jahr!
25/10: FM4 Stage
- Julia Melcher
- 16:51
Dieses Jahr präsentiert die Radio FM4 Stage am 25. Oktober auf dem Mainfloor im Dom im Berg ein buntes Programm, bestehend aus Lo-Fi, Indie, hypnotischen Post Rock Anleihen, Elektronischer Musik und Visueller Musik.
Oddsac-Filmscreening
Den Beginn macht am Montag das Filmscreening von Oddsac, dem Projekt von Animal Collective und Danny Perez, das eine neue Synthese aus Film und Musik schafft und mehr als die Summe aus Soundtrack und Musikvideo ist. Animal Collective selbst bezeichnet das Werk als "Visual Album", das aus neuer Musik der Band sowie digital manipulierten und verfremdeten Filmaufnahmen Danny Perez' besteht.
Lo-Fi meets Underwater
Danach bespielen zwei Bands die Bühne, die in interessante Hörwelten eintauchen: Wie ein unter Wasser abgespieltes Dance-Pop Mixtape, so wird der Klang von Toro y Mois Debütalbum Causers Of This beschrieben. Chaz Bundick schwimmt sich dabei durch viele verschiedene Genres und kreiert warme Sounds im Lo-Fi Ambiente, die sich mit Garage-Indie-Pop das Wasser reichen. a thousand fuegos hymnischer Lo-Fi Folk klingt, als ob er in einer Kathedrale aufgenommen und anschließend mit elektronischen Effekten verfremdet worden wäre und in Erinnerungen an Post Rock und Shoegaze schwelgt. Wie das Widerhallen eines lang gezogenen Mantras.
From New York to Drone
Den Dancefloor eröffnet schließlich DJ Funk Guru, der in seiner Soundpalette einen Bogen von Drum and Bass hinüber bis zu Post-Dubstep und Drone spannt. Das Multitalent Terre Thaemlitz, Komponist, Multi-Media Produzent, DJ, Autor und Remixer aus New York, ist Betreiber des Labels Comatonse Recordings. Seine Musik ist vielseitig und facettenreich, so wie das Leben des Künstlers selbst und vereint Deep House, Digital Jazz und Ambient mit selbstkomponierten Klavierstücken. Humorvoll, catchy, innovativ. Das sind drei Worte, die Hudson Mohawkes musikalischen Output wohl am Besten beschreiben. Der Hip-Hop Szene ist der Producer schon seit längerem ein Begriff. Spätestens jedoch, seit er bei Warp Records unter Vertrag ist, ist er auch aus der Electronic-Music-Scene nicht mehr weg zu denken. Die musikalischen Ursprünge des einst jüngsten DMC-Finalisten hört man immer noch aus den rauen und soulig angehauchten Tracks heraus. Die Bewertungen der Musikkritiker sprechen Bände für ihn. Nicht umsonst schafft es Mohawke, sogar wochentags, die Londoner Clubs zu füllen, selbst wenn das für manche seiner Fans bedeutet, sich gleich direkt von der Arbeit im Business-Anzug in die Biertrinkende Menge zu schmeißen. Mögen es ihnen die Grazer gleichtun, zur Einstimmung auf den Nationalfeiertag!



