23/10: Makava Stage
- Julia Melcher
- 13.10.2010
- 09:17
Am Samstag 23.10. startet im Dom im Berg ab 20 Uhr das experimentelle Literaturprogramm des hörGerede-Festivals. elffriede I.A. und Jörg Pieringer spacen sich gemeinsam mit Krach der Roboter und jopa von und zyprexa in die futuristischen Klangwelten des Schreibens, wo Musik und Geräusch mit dem Wort duellieren und schließlich Lisa Spalt und Otto von Schirach ein völlig neues Hörerlebnis produzieren. „Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt“, so sagte einst Sprachphilosoph Ludwig Wittgenstein. Das hörGerede-Festival zelebriert die sprachlich gewordene Grenzlosigkeit.
Im darauf folgenden Musikprogramm kann man sich ebenso, nicht ganz alltäglichen Klangwelten hingeben. Den Tanzboden eröffnet Mischa von der Houseverbot-Crew mit deepen Vibes und Dubhouse. Auf ihn folgt der Ex-Footballer Darren J. Cunningham, der seine ganze Leidenschaft dem Post-Dubstep widmet und unter dem Künstlernamen Actress produziert. Erst kürzlich ist auf Damon Albarn´s Label Honest Jon sein zweiter Longplayer Splazsh erschienen: ein viel bejubelter Streifzug durch Techno und House. Darauf folgen Elektro Guzzi, die das Pferd von hinten aufzäumen und damit den Techno revolutionieren: sie machen elektronische Musik ganz ohne digitales Equipment und setzen stattdessen auf Gitarre, Bass und Drums. Was wie eine Rockband aussieht, klingt nach feinstem, schweißtreibendem Techno – bloß zu 100% live. Auf die Wiener Combo folgt die Detroit Techno Legende Robert Hood. Er war nicht nur Gründungsmitglied der Kult-Formation Underground Resistance, sondern kreierte Mitte der 90er einen neuen Sound, der die Szene in den folgenden Jahren entscheidend beeinflussen sollte – Minimal Techno. Schließlich rundet eine weitere DJ Legende das Musikprogramm des Samstag Abends ab: Giles Smith dreht mit einem maßgeschneiderten Deephouse-Set, bei dem jeder Handgriff sitzt, so lange an den Tellern bis die Afterhour-Crew im Parkhouse mit Clara Moto, Anna Leiser und Dr. Blake ihn ablöst. Man darf also auf einiges gespannt sein.
Visuell untermalt wird die Nacht auf der Makava-Stage von Projekt MOE. Sie kombinieren dreidimensionale Objekte und computergenerierte Lichteffekte zu perspektivisch beeindruckenden Visual-Arts. Die daraus resultierenden Licht- und Schatteneffekte erinnern in ihrer schwindelerregenden Wirkung zuweilen an eine abstrakte Variante M. C. Eschers.
23/10: Makava Stage
Am Samstag 23.10. startet im Dom im Berg ab 20 Uhr das experimentelle Literaturprogramm des hörGerede-Festivals. elffriede I.A. und Jörg Pieringer spacen sich gemeinsam mit Krach der Roboter und jopa von und zyprexa in die futuristischen Klangwelten des Schreibens, wo Musik und Geräusch mit dem Wort duellieren und schließlich Lisa Spalt und Otto von Schirach ein völlig neues Hörerlebnis produzieren. „Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt“, so sagte einst Sprachphilosoph Ludwig Wittgenstein. Das hörGerede-Festival zelebriert die sprachlich gewordene Grenzlosigkeit.
Im darauf folgenden Musikprogramm kann man sich ebenso, nicht ganz alltäglichen Klangwelten hingeben. Den Tanzboden eröffnet Mischa von der Houseverbot-Crew mit deepen Vibes und Dubhouse. Auf ihn folgt der Ex-Footballer Darren J. Cunningham, der seine ganze Leidenschaft dem Post-Dubstep widmet und unter dem Künstlernamen Actress produziert. Erst kürzlich ist auf Damon Albarn´s Label Honest Jon sein zweiter Longplayer Splazsh erschienen: ein viel bejubelter Streifzug durch Techno und House. Darauf folgen Elektro Guzzi, die das Pferd von hinten aufzäumen und damit den Techno revolutionieren: sie machen elektronische Musik ganz ohne digitales Equipment und setzen stattdessen auf Gitarre, Bass und Drums. Was wie eine Rockband aussieht, klingt nach feinstem, schweißtreibendem Techno – bloß zu 100% live. Auf die Wiener Combo folgt die Detroit Techno Legende Robert Hood. Er war nicht nur Gründungsmitglied der Kult-Formation Underground Resistance, sondern kreierte Mitte der 90er einen neuen Sound, der die Szene in den folgenden Jahren entscheidend beeinflussen sollte – Minimal Techno. Schließlich rundet eine weitere DJ Legende das Musikprogramm des Samstag Abends ab: Giles Smith dreht mit einem maßgeschneiderten Deephouse-Set, bei dem jeder Handgriff sitzt, so lange an den Tellern bis die Afterhour-Crew im Parkhouse mit Clara Moto, Anna Leiser und Dr. Blake ihn ablöst. Man darf also auf einiges gespannt sein.
Visuell untermalt wird die Nacht auf der Makava-Stage von Projekt MOE. Sie kombinieren dreidimensionale Objekte und computergenerierte Lichteffekte zu perspektivisch beeindruckenden Visual-Arts. Die daraus resultierenden Licht- und Schatteneffekte erinnern in ihrer schwindelerregenden Wirkung zuweilen an eine abstrakte Variante M. C. Eschers.
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